Souvignier gris

Herkunft: Souvignier gris ist eine 1983 neugezüchtete pilzwiderstandsfähige Weißweinsorte. Norbert Becker nutzte zur Kreuzung dieser Sorte die Elternsorten Cabernet Sauvignon als Mutter und Bronner als Vater, der wiederum aus der Kreuzung von Merzling × Gm 6494 (oder auch Geisenheim 6494) hervorging. Gm 6494 war eine Sämlingspopulation, die im Jahre 1964 durch Vilém Kraus in der damaligen Tschechoslowakei aus den Rebsorten Zarya Severa x St. Laurent gekreuzt wurde.

Kreuzung:  Cabernet Sauvignon x Bronner.

Merkmale: Die Triebspitze ist stark weißwollig behaart mit schwacher Anthozyanfärbung. Der Triebwuchs ist mittelstark. Das Blatt ist rund mit 3–5 Lappen, ist aber nur seichte eingebuchtet mit V-Profil. Die Stielbucht ist offen bis wenig offen mit klammerförmiger Basis. Die Blattunterseite ist schwach behaart.

Eigenschaften: Vorteilhaft ist die gute Peronosporaresistenz, eine sehr gute Resistenz gegen Oidium und Botrytis, eine geringe Anzahl von Pflanzenschutzmaßnahmen. Die lockere Laubwand und die robusten Beerenschalen reduzieren auch in niederschlagsreicheren Gebieten die Gefahr eines Botrytisbefalls. Nachteilig ist, dass gelegentlich Stiellähme und Traubenwelke auftritt. Die Sorte ist fruchtbar und bedarf in vielen Jahren eine Traubenausdünnung.

Traube: Die Traube ist mittelgroß bis groß, meist geschultert mit Beitraube; lockerbeerig, Beeren sind rot mit dicker Beerenschale und besitzen ein sehr fleischiges Fruchtfleisch.

Wein: Die Weißweine sind kräftig-stoffig. Im Charakter sind sie meist neutral oder aber nur leicht fruchtig.

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