Rieslaner

Herkunft: Ökonomierat Dr. August Ziegler (1885-1937) kreuzte die Sorte 1921 an der Bayerischen Landesanstalt für Wein-, Obst- und Gartenbau in Würzburg aus Silvaner x Riesling. Der Name wurde von den Eltern abgeleitet.

Kreuzung: Silvaner x Riesling

Merkmale: Triebspitze schwach behaart, braun-rot bronziert. Blatt mittelgroß, rundlich, drei bis fünflappig, Rand stumpf gezähnt.

Eigenschaften: Die neuen Klone sind relativ blütestabil. Rieslaner hat eine späte Reife, wie der Riesling. Hat hohe Säuregehalte, neigt zur  Verrieselung. In guten Lagen besitz sie eine gute Winterfrostfestigkeit. Außerdem resistent gegen Peronospora und Oidium, aber Neigung zu Stiellähme.

Traube: Traube mittelgroß, leicht geschultert, dichtbeerig, Beeren klein bis mittelgroß, rund, gelbgrün. Geschmack saftig neutral bis säuerlich.

Wein: Bei guter Reife mit Spitzenweinen des Rieslings vergleichbar, meist jedoch gehaltvoller. Die Frucht erinnert im Geruch und Geschmack manchmal an Zitrusfrüchte, bei höherer Qualität häufig an Maracuja, bei vollständig ausgereiftem bis überreifem Lesegut an Pfirsich, Mango bis hin zur Kaktusfrucht und Kiwano.

Ansprüche an den Weinberg: Die Ansprüche an die Lage sind hoch, aber etwas geringer wie die des Rieslings. Die Ansprüche an den Boden sind mittel bis gering, verträgt aber auch Kalkböden.

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