Cabernet Mitos

Herkunft/Kreuzung: Cabernet Mitos ist eine deutsche, neu gezüchtete Rotweinsorte. Sie entstand aus der Kreuzung der Sorten Blaufränkisch und Teinturier du Cher. Die ursprünglichen Angaben der Züchter Helmut Schleip und Bernd H. E. Hill, es handele sich um eine Kreuzung von Blaufränkisch und Cabernet Sauvignon, konnten in der Zwischenzeit durch eine DNA-Analyse widerlegt werden. Sie wurde 1970 von der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg vorgestellt. Am 24. Januar 2001 wurde der Sortenschutz beim Bundessortenamt bewilligt. Seitdem nimmt die Rebfläche ständig zu. 

Eigenschaften: Späte bis sehr späte Beerenreife und Verlust an Saftausbeute bei Überreife (Beerenschrumpfung = Konzentrationseffekt, kaum Botrytis-Gefahr!).

Merkmale: Austriebszeitpunkt: mittel - spät . Beerenreife: mittel - spät . Wüchsigkeit: mittel - stark . Triebhaltung aufrecht – halbaufrecht. Geiztriebbildung: gering (- mittel). Blütezeitpunkt: mittel - Blühfestigkeit: mittel - hoch - Mostgewicht: mittel (- hoch) - Holzreife: mittel - gut - Mostsäuregehalt: (mittel - ) hoch

Traube: Beerengröße: klein – mittel. Beerendichte: locker – dichtbeerig. Traubengröße: mittel. Traubenertrag: mittel.

Wein: CABERNET MITOS ist eine Rotweinspezialität mit dunkelrot gefärbtem Beerensaft. Als Cuvéepartner mit traditionellen Rotweinsorten eignet sie sich hervorragend zur Farbintensivierung.

Ansprüche an den Weinberg: Im Sinne der angestrebten Beerenreife (Zucker, Aroma, Säure) dürfen nur gute Lagen als Standort ausgewählt werden. Auf weniger wüchsigen Standorten sollten keine “schwachen” Unterlagsrebsorten verwendet werden. Gelegentlich sind in der Vergangenheit Fälle einer übermäßigen Kallusbildung bei der Verwendung von SO 4 und 125 AA bekannt geworden

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